Schuhmode im 20. Jahrhundert – EINE ZEITREISE

Passend zur heutigen Zeitumstellung nehme ich euch mit auf eine Schuh-Zeitreise. Ich zeige euch, was in den 20ern- 90ern hipp war und wie sich die Schuhmode im Laufe der Zeit veränderte.
Leider war es sehr schwer Bilder bzw. die Rechte dafür zu bekommen. Aber für euch habe ich mir alle Mühe gegeben! 🙂

Anfang des 20. Jhd.

Früher waren Schuhe sehr kostbar, da die Menschen sehr viel zu Fuß unterwegs waren. Schuhe wurden wegen ihrer Funktionalität gekauft und weniger wegen der Mode. Um die Jahrhundertwende wurde die Gestaltung der Schuhe vielfältiger. Neue Gerbeverfahren mit Chromsalzen machten dies möglich, dünneres Leder ließ sich besser färben und Klebetechnologien ermöglichten die erste Massenproduktion von Schuhen.

20er

In den 20ern wurden die Kleider kürzer, frau zeigte Bein und damit ihre Schuhe. Dadurch wurden Schuhe zur Mode. Tagsüber wurden bequeme Spangenschuhe mit niedrigem Absatz getragen,  die mit Lederschallen oder Lochmustern verziert waren. Abendschuhe spiegelten dafür all den Luxus und die Pracht dieser Zeit wieder. Die Kappen der Schuhe waren abgerundet und hatten einen Louis XV Absatz. Damen zeigten ihre goldenen und silbernen Schuhe, die mit Perlmut, Strass, Perlen und Schnallen besetzt waren. So machten die Damenschuhe den „Goldenen 20ern“ alle Ehre!

30er

In den 30ern entwickelte sich das Design zu vorne spitzen Schuhen weiter, während in Deutschland zusätzlich die Karreform mit eckiger Schuhkappe aufkam. Der italienische Schuhdesigner Salvatore Ferragamo erfand den Keilabsatz für Schuhe und heizte damit die Beliebtheit der Absätze und v.a. der Pumps weiter an. Wirtschaftliche und politische Entwicklungen stellten den Schuhmarkt hingegen vor Herausforderungen: Die Rezession und schließlich der Zweite Weltkrieg ließen das Leder für Schuhe teuer und knapp werden. Dadurch erhielten die Kunststoffe Einzug in die Schuhproduktion.

40er

Der Absatz-Hype fand in diesem Jahrzehnt seinen Höhepunkt. Der Plateu-Absatz aus Holz und Kork wurde gefeiert und mit Materialien wie Filz, Kaninfelle und Fischleder kombiniert. Der Trend wurde besonders durch die Filmindustrie in Amerika populär, bei dem sich die Stars in glamourösen Abendkleidern und schicken Schuhen präsentierten. Allerdings waren die Schuhe sehr klobig und unbequem, so dass sich dieser Trend im zumindest im Alltag nicht lange hielt.

40er

Schuhe in den 40ern

 

50er

Wieder ein deutlicher Wandel in der Schuhwelt: Die Schuhe wurden runder und weit ausgeschnitten. Außerdem konnten sich immer mehr Leute Schuhe leisten, da die Herstellung durch Gummi- und Kunststoffe billiger wurde. Die Schuhbranche erkannte ihre Chance und ließ die Modezyklen kürzer und Schuhtrends kurzlebiger werden. Überhaupt war Schuhmode jetzt ein Thema für jede Frau.
Mitte der 50er kam eine neue Relovution auf: Der Pfennigabsatz löste den Plateauabsatz ab!

60er

Die Hippi-Ära machte auch vor der Schuhwelt nicht halt: Die Schuhe wurden knall bunt und Blockabsätze waren angesagt. Sandallen und Sandaletten und Blümchenmuster wurden in der Flower Power-Zeit sehr gerne getragen. Desweiteren inspirierte die italienische Mode mit Marken wie Tosca Blu die Schuhwelt. Sie verkörperten den eleganten und femininen Charakter der Pumps.

60er

Schuhmode in den 60ern und 70ern

70er

Den Schuhen kam eine immer größere Bedeutung zu: Junge Leute brachten ihren Protest mit hohen Plateau und Blockabsätzen zum Ausdruck und ließen diesen Schuhtrend kurzzeitig wieder aufleben. Als nächstes sorgten Overkneestiefel und Schnürstiefel, die bis zum Knie reichten, für Furore. Kombiniert mit Hotpants führte das zu einem Aufschrei in der Gesellschaft. Stiefel wurden sogar im Sommer getragen und besonders unter Männern wurden Cowboystiefel beliebt.

80er

Schrill, bunt, poppig –  das Motto der 80er schlug sich auch in den Schuhen nieder. Was im Geschäft an Schuhen gekauft wurde, wurde zu Hause verändert und verziert. Immer noch gerne gesehen waren die Cowboystiefel, die man zu hautengen Jeans trug. Und eine weitere Neuerung kam auf: Die Turnschuhe. Knöchelhohe Exemplare wurden zu Leggins und Schlabber-T-Shirt kombiniert. Alles was verboten war, wurde inn!

80er

Schuhmode in den 80ern

90er

Der Übergang von den 80ern zu den 90ern war fließend. Wenn es elegant sein sollte, griffen Damen weiterhin zu Pumps oder wieder zu Spangenschuhen. Wer sich herausputze trug Plateau-Schuhe mit knallbunten Sohlen von Buffalo. Für bequemere Stils etablierten sich die Turnschuhe unter dem Modenamen Sneakers. Die extremste Richtung etablierte sich in den Gesundheitsschuhen von Birkenstock, die von den Trägern der Pfennigabsätze hingegen belächelt wurden.

90er

Schuhmode in den 90ern

Ich selbst war damals für diese Schuhe leider noch zu klein. Ich kann mich aber noch gut an das Prachtexemplar mit Pfennigabsatz erinnern, dass meine Mutter im Schuhschrank hatte 🙂 Mit den Absätzen dieser Schuhe hätte man Männer erdolchen können!

Vieles der Schuhmode aus dem 20. Jahrhundert kommt heute als Trend wieder. Überzeugt euch selbst und stöbert auf imwalking.de.

Quellen:

www.return2style.de/
www.modeopfer110.de/mode-know-how/modetrends-der-20er-80er
www.70er-kleidung.de/schuhe.html
de.wikipedia.org/wiki/Schuh

Bildquellen:

www.flickr.com/search/?q=Plateaus+shoes&l=cc&ct=0&mt=all&adv=1
www.flickr.com/photos/antjeverena/453646954/
www.flickr.com/photos/gynti/5641020469/
www.flickr.com/photos/sneakerphotography/4096896193/
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www.flickr.com/photos/buyeasyshop/5612594596/
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