Warum sind wir kitzelig?

Lachen, schreien und leiden – das Gefühl gekitzelt zu werden kennt jeder von uns. Und nicht nur wir Menschen sind betroffen, sondern sogar Tiere, wie Affen und Ratten, sind kitzelig. Dabei ist das Gefühl für die Person, die gekitzelt wird, nicht nur lustig, sondern häufig auch eine Qual. So nutzte man das Kitzeln schon zur Zeit der Römer und im Mittelalter als Foltermethode.

Interessant ist, dass manche Menschen kitzeliger sind als andere und bestimmte Körperstellen, wie zum Beispiel unsere Füße, besonders empfindlich auf das Kitzeln reagieren. Aber warum ist das so? Und warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Alle Fakten rund um das Kitzeln gibt es hier.

Warum sind die meisten Menschen so kitzelig an den Füßen?

Durch das Enden verschiedener Nervenbahnen an unseren Sohlen sind unsere Füße besonders empfindlich.

Unsere Füße sind besonders leicht zu kitzeln, da viele Nervenbahnen an unseren Sohlen verlaufen und sie daher extrem empfindlich sind. Die Rezeptoren an der Fußsohle registrieren alle Berührungen, sowie Wärme und Kälte. Beim Kitzeln leiten sie die Informationen sofort an das Gehirn weiter, welches Schutzreaktionen einleitet.  Der Körper soll folglich vor dem Kitzeln gewarnt werden und die empfindlichen Körperstellen schützen.

Sich selbst zu kitzeln ist jedoch eher weniger amüsant. Das liegt daran, dass das Gehirn dabei den genauen Zeitpunkt und die Körperstelle des Kontaktes vorhersagen kann und dadurch die Nervensignale der Körperregion vorsorglich abdämpft. Wenn man sich selbst kitzelt, fehlt also der Überraschungsmoment und der Reiz wird vom Körper ignoriert.

Zwei Arten des Kitzelns

Das Kitzeln kann in zwei Formen unterteilt werden. „Knismesis“ beschreibt dabei ein leichtes, sanftes Kitzeln, wie es beispielsweise anhand von einer sanften Feder herbeigeführt werden kann. „Gargalesis“ stellt demgegenüber ein stärkeres Kitzeln dar, welches deutlich unangenehmer, teilweise sogar schmerzhaft sein kann und beispielsweise durch starken Druck der Finger durchgeführt wird. Letztere Form kann auch als Kitzelattacke bezeichnet werden, bei der Schreien und Kreischen typische Begleiterscheinungen sind.

Warum kitzeln wir uns?

Das gemeinsame Lachen beim Kitzeln kann Menschen sozial verbinden.Zugegebenermaßen haben wir alle schon einmal jemanden gekitzelt und wurden auch schon gekitzelt. Aber warum machen wir das? Forscher nehmen an, dass das Kitzeln auch eine soziale Komponente hat. Das gemeinsame Lachen hat eine verbindende Wirkung und bringt uns Menschen näher zusammen. Interessant ist außerdem, dass wir umso kitzeliger sind, je mehr wir die Person mögen, die uns kitzelt. So ist Zuneigung ein wichtiger Faktor für den Grad des kitzelig Seins. Sind wir einer Person gegenüber eher abgeneigt, nimmt auch unser Körper das Kitzeln nicht an und wehrt sich dagegen.

Es ist außerdem wichtig, den anderen richtig zu kitzeln. So sollte man auf die Reaktion des „Opfers“ achten und je nachdem die kitzeligste Stelle des Körpers herausfinden. Andernfalls kann das Kitzeln unangenehm werden und zu Schmerzen führen.

Es gibt jedoch auch Menschen, die behaupten, sie wären nicht kitzelig. Doch auch die haben garantiert bestimmte Körperregionen, an denen sie besonders empfindlich sind. Wo diese sich befinden, müsst ihr nur noch herausfinden. Also auf geht’s zur Kitzelattacke!

Quellen: 
http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/warum-ist-man-kitzlig-a-1044640.html
http://www.stern.de/panorama/wissen/mensch/phaenomen-kitzeln-lachen-und-leiden-3227132.html
http://www.feetastic.de/wellness/erholung/artikel/fuesse-kitzeln
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