Richtige Schnürung der Schuhe

Kennt ihr das Problem auch? Man ist dabei sich neue Schuhe zu kaufen, probiert sie in unterschiedlichen Größen an, um auch wirklich den Richtigen zu finden, der weder drückt noch vom Fuß rutscht. Die Freude ist groß, wenn man dann den scheinbar perfekt sitzenden Schuh endlich gefunden hat. Beim ersten Tragen dann aber die Ernüchterung: Irgendwie drückt der Schuh ja trotzdem!

Die meisten Modelle sind nicht extra für eine Form der Füße hergestellt worden, sondern sollen einer größeren Masse von Menschen passen. Da aber jeder Fuß anders ist, mal breiter mal schmaler, sitzt er natürlich bei jedem anders. Um dennoch den bestmöglichen Tragekomfort zu haben, kann man ganz einfach mit einer veränderten Schnürung nachhelfen.

1.   Schnürung mit Aussparung

Schnürungen mit Aussparung verhindern ein Drücken in der Mitte des Fußes.

1. Erhöhter Mittelfuß

Wenn der Schuh in der Mitte drückt und zu eng ist könnt ihr einfach dort die Schnürung weglassen. Viele Menschen haben einen erhöhten Mittelfuß, wodurch bei längerem Tragen der Schuhe Schmerzen entstehen können. Verschafft euren Füßen etwas Abhilfe und verzichtet einfach auf einen Teil der Schnürung, was den mittleren Teil der Schuhe öffnet.

Diese Schnürung verstärkt den Halt im Schuh.

2. Bindung gegen Herausrutschen

2.    Mehr Halt

Rutschen eure Fersen auch öfters aus euren Sneakern? Dann sichert euch extra Halt durch diese Schnürtechnik: Schuhe ganz normal über Kreuz binden, von unten mit dem Schnürsenkel in die vorletzte Öse und nach oben in die letzte Öse. Die Schnürsenkel laufen oben also nicht über Kreuz sondern können vertikal gebunden werden, was den Halt verstärkt.

3.   Breiter Ballen

Für alle mit breitem Ballen ist diese Schnürung das richtige.

3. Breiter Ballen

Solltet ihr auch zu den Menschen mit einem breiten Ballen gehören (d.h. der vordere Teil des Fußes ist breiter als Spann und Ferse), dann hilft euch vielleicht diese Schnürung weiter. Man beginnt die Schnürsenkel von oben in die untersten Ösen zu binden, geht dann gerade nach oben und fädelt den Schnürsenkel von unten in die zweite Öse, dann wieder von oben in die Dritte. Ab hier wird wieder normal über Kreuz gebunden. Dadurch hat man im vorderen Teil des Schuhs wesentlich mehr Platz und vermeidet so ein Drücken der Schuhe.

Schmerzen im großen Zeh können mit dieser Schnürung behoben werden.

4. Drücken auf den großen Zeh

4.   Schmerzen im großen Zeh

Auch ein bekanntes Problem bei Sneakern – der Schuh wurde zwar in der richtigen Größe gekauft und dennoch drückt der Schuh immer auf den großen Zeh. Hier kann folgende Technik helfen:  Der Schnürsenkel der Innenseite der Schuhe, also dort wo der große Zeh ist, wird von der untersten Öse direkt schräg zur obersten Öse der Außenseite geführt (man fädelt beide Male von oben ein). Die Außenseite wird so geschnürt, dass der Schnürsenkel diagonal von der Außenseite zur Innenseite hochwärts gebunden wird und vertikal von innen nach außen. Dadurch entsteht weniger Druck auf dem großen Zeh.

5.   Breiter Fuß

Vertikale Schnürungen bieten breiten Füßen mehr Halt.

5. Breiter Fuß

Hat man im Allgemeinen einen breiten Fuß, und somit wenig Platz im Schuh, kann man die Schuhe auch einfach nur vertikal binden. Indem man die über Kreuz gebundene Schnürung weglässt, verringert sich zwar der Halt, man hat aber wesentlich mehr Platz im Schuh.

 

Natürlich mögen diese Schnürtechniken zunächst sehr gewöhnungsbedürftig sein und die eine oder andere auch etwas komisch aussehen, aber testet doch einfach selbst, ob es bei euch hilft. Eure Füße werden es euch sicherlich danken!

Auch ich werde die Techniken mal ausprobieren um meinen Füßen das Leben etwas zu erleichtern. Denn mal ehrlich, sie machen ja sowieso schon genug für uns, oder nicht? 😉

 

http://www.dumpaday.com/random-pictures/youve-been-tying-your-shoes-wrong-your-entire-life-5-pics/

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2 Kommentare zu Richtige Schnürung der Schuhe

  1. Witali 18. September 2016 um 19:01 #

    Danke für diese Anleitung! Darf man diese Schnürungen auch bei Kinderschuhen anwenden?

    Danke
    Witali

  2. Eva 19. September 2016 um 08:20 #

    Na klar! 🙂 Es muss nur darauf geachtet werden, dass die Schuhe dann trotzdem fest sitzen, damit die Kleinen sie nicht verlieren können.

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