Der Tag eines Schuhs

Habt ihr euch schon mal überlegt wie ein normaler Arbeitstag aus der Sicht eurer Lieblinge aussieht, was sie alles ertragen und erdulden ohne, dass es ihnen großartig gedankt wird? Nein? – Zugegeben, ich bis eben gerade auch nicht. An sich aber mal eine interessante Perspektive. Daher hab ich mir den Spaß gemacht und mich dieser angenommen. Viel Vergnügen beim Lesen meiner, nicht ganz ernst gemeinten, Version vom Tag eines Schuhs.

Grundsätzlich sollte man sich erst mal über die doch sehr verblüffende Leistungsbereitschaft unserer Schuhe klar werden! Wer sonst steht schon früh morgens mit uns auf und geht ohne Murren bei Wind und Wetter mit uns zur Arbeit!? Und vergesst nicht, eure Schuhe haben dabei keinen Schutz! Sie stehen wirklich im Regen bzw. in der Pfütze. Zeit sich zu erholen haben sie, wenn nur kurz beim Bäcker oder in der U-Bahn, bevor es auf der Arbeit dann erst richtig anstrengend wird. Ganz gleich bei welchem Job, unsere Schuhe leisten auch hier Höchstarbeit, denn selbst bei einem vermeidlich schuhfreundlichen Schreibtischjob, wippt der Schuh, wenn er Pech hat, ununterbrochen wie eine Nähmaschine hoch und runter. Den Träger mag es entspannen und ihm die nötige Ruhe geben, dem Chef nicht sofort an den Hals zu fallen, dem Schuh hingegen passt das vermutlich eher weniger.

Ein Hoch auf die Mittagspause, die Hälfte geschafft – das denken nicht nur wir uns, auch unsere Schuhe werden so empfinden. Wobei ihnen eher ein Spießrutenlauf bevorsteht, sofern wir uns gegen die Kantine und für einen kurzen Spaziergang durch den Park entscheiden. Unseren Schuhen bleibt dann eigentlich nur noch die Hoffnung, dass der jeweilige Träger nicht nur Augen für den netten neuen Kollegen, sondern auch für den zu gehenden Weg hat. Falls nicht, lassen Hundehaufen und Matsch herzlich grüßen!

Wir wollen hier natürlich nicht den Teufel an die Wand malen, drum gehen wir mal davon aus, dass der Spaziergang gut gegangen ist – das Glas ist ja schließlich auch halbvoll 😉 . Nichts desto trotz ist der Tag noch nicht vorbei! Nach einer weiteren Runde als Nähmaschine muss dann nämlich noch der Heimweg heil überstanden werden. Wäre doch gelacht, wenn da nicht auch noch ein oder zwei kleine Hürden auf unsere Schuhe warten würden. Ganz gleich, ob jetzt beim Einkaufen vom Einkaufswagen überrollt oder in der U-Bahn vom hektischen Drängler getreten, Langweile verspüren unsere treuen Begleiter auch hier sicherlich nicht.

Am Ende des Tages werden sie zurück in den Schuhschrank, zu den 38 weiteren Paaren gestellt, in der Hoffnung, dass es morgen die Stiefelette links daneben erwischt. Nach so einer Tortur hat sich ein Paar Schuhe, meiner Meinung nach, auch mindestens eine Woche Urlaub verdient! Man stelle sich das Ganze aber mal aus Sicht eines Paar Herrenschuhe vor, dass am Ende des Tages zu seinen drei Mitbewohnern in den Schrank zurückgestellt wird…Die Thematik Urlaub hat in diesem Falle einen eher schlechten Stand, denn hier stehen die Chancen 1 zu 3, dass der Wahnsinn morgen von vorne los geht.

Wie ihr seht, ist der Tag eines Schuhs durchaus anstrengend! Drum solltet ihr eure treuen Begleiter stets hegen und pflegen! Oder gönnt ihnen doch mal eine kleine Auszeit, indem ihr euch ein Paar neue Schuhe zulegt 😉 !

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